Das Dorf

Das Dorf wurde am 22. Oktober 1150 erstmals urkundlich genannt. Die Dorfkirche stammt aus dem 12. Jahrhundert. Der Umbau und die Gestaltung des Innenraumes in den Jahren 1820/21 erfolgte durch Clemens Coudray (1775–1845), einem Baumeister und Architekten des Klassizismus. Im Rahmen der Kreisreform Thüringen 1994 wurde aus dem ehemaligen Landkreis Weimar die Gemeinde Süßenborn der kreisfreien Stadt Weimar angeschlossen.

Blick vom Dorfplatz auf die Dorfkirch

Der Dorfbrunnen als Wappen von Süßenborn

Der Dorfbrunnen Süßenborn ist ein einzigartiges Bauwerk und Denkmal. Bisher wurde in Thüringen kein vergleichbares Objekt gefunden. Der Brunnen besteht aus einer Beckenkammer aus Naturstein, die mit einem Gewölbe überdeckt ist. Die in der Nord-Süd Richtung liegende Tonne ist 5,60 m lang. Von Westen her stößt eine zweite kleinere Tonne auf die Haupttonne. Der Überlieferung nach diente die kleinere Tonne als Zugang zur Kammer. An dieser Stelle wurde Wasser geschöpft. Die Außenhaut des Bauwerks besteht überwiegend aus gemauerten Kalksteinen. Für das gewölbte Tonnenmauerwerk wurde Kalksteinpflaster verwendet.

undatiertes Ölgemälde unterzeichnet mit P.P. Drewing(vermutlich Peter Paul Drewing 1876 – 1940)

Veränderungen

Um die Wasserentnahme zu vereinfachen, wurde eine Schwengelpumpe installiert. Hierfür wurde das Gewölbe an der Nordseite z.T. abgetragen, um das Saugrohr in das Becken einführen zu können. In diesem Bereich ist die Kammer mit einer Betonplatte abgedeckt, auf der die Pumpe befestigt ist. Neben der Pumpe befindet sich ein Einstiegsschacht(ca. 60 cm x 60 cm).